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Winterwetter Magazin

Skitour extrem – Die Haute Route von Chamonix nach Zermatt

Diese Skiroute ist wahrlich nichts für Anfänger. Können, Erfahrung und Mut sind hier Voraussetzung für ein einmaliges Erlebnis in den Westalpen.

Veröffentlicht: Do 16.02. | 00:00 Uhr - Quelle: Guidefinder Skitour extrem – Die Haute Route von Chamonix nach Zermatt

Allein in mitten von einer gigantischen Bergkulisse: Mit der Route Haute kommen Sie der Natur ganz nah. © P. Jost / Hindelanger Bergführer

Die Haute Route – Legende und Traumziel vieler Hobbyalpinisten – führt in mindestens sechs Etappen und sieben Tagen durch die Walliser Alpen von Chamonix bis nach Zermatt. Auf den gut 180 Kilometern bewegt man sich fast durchgehend oberhalb von 3.000 m. Übernachtet wird je nach Variante in Biwakschachteln, Winterräumen und bewirteten Hütten entlang der Route. 

Seit der Wintererstbegehung im Jahr 1903 wurden für die "Königin der Skitouren" zahlreiche Varianten und Verlängerungen erschlossen. Aber auch die klassische Variante hat es in sich. Für die Anstrengungen der Aufstiege entschädigen bei passenden Bedingungen herrlich lange Tiefschneeabfahrten in atemberaubender Kulisse. Traumhaft gelegene, urige Hütten wie die Cabane de Valsorey oder die Cabane des Vignettes bieten zudem einen fantastischen Panoramablick auf die umliegenden Bergriesen.

Traumroute mit Anspruch

Wer die Haute Route in Angriff nehmen möchte, sollte sich gut vorbereiten: Schnell wechselndes Wetter, variable Schneebedingungen, vergletschertes Gelände und die Höhe machen die Tour zu einer anspruchsvollen alpinen Unternehmung. Ein Abbruch oder Ausstieg aus der Tour ist selten möglich. Eine sorgfältige Akklimatisierung, Planung und Einschätzung der aktuellen Lage sind deshalb ebenso wichtig, wie die sichere Handhabung von Navigationshilfen, Seil, Pickel und Steigeisen. Kenntnisse in Lawinenkunde und im Begehen von Gletschern einschließlich Bergungstechnik sind ebenso sinnvoll wie ratsam. 

Wer darin dennoch Reiz und Ansporn findet, auf den wartet ein unvergessliches Erlebnis in direkter Nachbarschaft großer Viertausender, wie Mont Blanc, Dent d’Hérens, Dent Blanche, Weißhorn oder Matterhorn. Und wer die Tour nicht eigene Faust angehen möchte, der vertraut sich am Besten einem der zahlreichen Bergführer und Bergschulen an, die sich auf diesen Tourenklassiker spezialisiert haben. 

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Quelle: P. Jost / Hindelanger Bergführer

Ab März beginnt die Saison

Die beste Jahreszeit für die Haute Route ist von Mitte März bis Ende April, bei entsprechenden Schnee- und Wetterbedingungen kann die Route auch ab Ende Februar bis Anfang Mai begangen werden. Auskunft geben z.B. die Hüttenwirte entlang der Route. 

Im Hauptmonat April empfiehlt sich aufgrund der hohen Besucherzahlen eine Vorreservierung der Hütten. Informationen bieten die Hüttenwirte auf ihren Websites, teilweise muss die Reservierung per Kartenzahlung zu fixiert werden. Bei geführten Touren übernimmt dies in der Regel der Bergführer oder die Bergschule.

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